
Hören Sie auf zu raten und beginnen Sie mit der Messung – so gelingt die richtige Behandlung mit Infrarotstrahlung.
Im Bereich der Beschichtungstechnik ist „Effizienz“ kein bloßer Werbespruch. Es geht vielmehr um die genaue Zeit, zu der die Teile die richtige Temperatur erreichen.
Wenn man von herkömmlichen Konvektionsöfen auf Infrarotöfen umstellt, ändert sich alles. Man heizt nicht mehr nur die Luft, sondern direkt die Teile selbst. Dafür wird ein Zeiterfassungsgerät benötigt. Man kann es sich wie eine Art „Thermokarte“ vorstellen, die zeigt, was tatsächlich mit den Werkstücken geschieht – anstatt einfach dem Thermostat des Ofens zu vertrauen.
Die Magie von Zeit und Temperatur
So funktioniert es eigentlich: Man montiert Thermoelemente direkt an die Teile und überwacht dabei die „Zeit-Temperatur-Beziehung“.
Angenommen, die Anforderungen besagen, dass die Teile 180°C für 20 Minuten erreichen sollen. Aber was passiert, wenn die Teile bereits nach 5 Minuten 200°C erreichen? Dann haben sie bereits die gewünschte Temperatur erreicht – das Verfahren ist abgeschlossen.
Das Ziel besteht darin, diesen „idealen Zustand“ zu finden. Wenn man die Teile zu lange behandelt, verschwendet man Geld für Strom und riskiert außerdem eine beschädigte Oberfläche. Wenn man die Behandlung zu kurz hält, löst sich die Beschichtung ab. Ein Zeiterfassungsgerät ermöglicht es, die Geschwindigkeit des Transportbands zu erhöhen, ohne befürchten zu müssen, dass die Haftung der Beschichtung beeinträchtigt wird.
Kein Raten mehr bei der Infrarotbehandlung
Infrarotlampen sind sehr leistungsfähig. Sie liefern sofortige Wärme – das ist großartig, denn dadurch kann ein 30 Meter langer Trocknungstunnel auf 10 Meter verkürzt werden.
Aber es gibt einen Haken: Die Wärmeintensität ist so hoch, dass die Oberfläche der Teile bereits vor dem Erwärmen des Kerns der Teile verbrennen kann. Es handelt sich dabei um ein ziemliches Risiko.
Durch die Verwendung eines Zeiterfassungsgeräts kann man den thermischen Gradienten erkennen. So können störende Kaltstellen schnell identifiziert werden. Sobald man diese erkannt hat, kann man einfach die Winkel der Lampen oder die Leistungsstärken anpassen, bis alles perfekt ist.
Der Kompromiss
Ehrlich gesagt erfordert die thermische Erfassung etwas Mühe. Man muss die Sensoren anschließen und Teststücke durch den Prozess schicken. Das kann den Beginn der Arbeitszeit verzögern.
Aber betrachten Sie doch die Vorteile: Die Energiekosten sinken, die Bearbeitungszeit verkürzt sich. Am wichtigsten ist jedoch, dass man nicht mehr nur hoffen muss, dass alles gut geht. Man weiß einfach, dass alles richtig gemacht wird.